Archiv für die Kategorie „Homerecording“
Nachdem wir demnächst in eine neue Wohnung ziehen, beginnt für mich jetzt schon die Planungsphase für ein neues Heimstudio. Aktuell lebe ich leider mit der Situation, dass mein Arbeitsplatz akustisch annähernd so optimal wie ein Dixi-Häuschen ist. Dies soll sich in der neuen Wohnung ändern. Die neue Wohnung (und die Zustimmung meiner Frau
) bietet mir die Möglichkeit, in einem hellen, relativ großen Zimmer einen Audio-Arbeitsplatz einzurichten. Das aber stellt mich wieder vor die Problematik, die akustischen Optimierungen möglichst ansehnlich in das Raumbild zu intigrieren.
Der Vorteil des Raumes ist die Helligkeit durch sehr viel Fenster (grüne Linien). Leider sind diese aufgrund der großen reflektierenden Fläche auch wieder ein Nachteil. Ich könnte der Reflektion der hohen Frequenzen und dem Auftreten von Flatterechos mit einem dicken Vorhang entgegenwirken. Dies ist an der Front kein Problem. Durch das einseitige Anbringen des Vorhangs rechts des Arbeitsplatzes entsteht aber ein unsymetrisches Raumbild. Ich habe aber die Möglichkeit, links des Tisches offene Bücherregale aufzuhängen/stellen, die den Flatterechos entgegenwirke
n – aber das Absorbations-/Diffusionsverhalten auf den beiden Seiten nicht gleich ist.
Die einfachste Lösung habe ich für Decke und Boden. Der Boden besteht aus Laminat. Einen Teppich möchte ich ungern einsetzen, daher werde ich das Angebot meines Schwiegervaters annehmen, die Decke mit einer Akustikdecke zu verkleiden.
Für die Rückseite (oben) werde ich entweder plane 10cm Basotect-Absorber als Breitbandabsorber verwenden, die ich auch jetzt schon einsetze. Alternativ könnte ich auch die Ecophon-Platten (die ich schon für die Decke verwende – sind für hohe Frequenzen ausgelegt) mit ein wenig Wandabstand anbringen. Zur Diffusion des Schalls könnte ich darauf noch stellenweise Pyramidenschaumstoff von Basotect anbringen.
Das Hauptproblem dürften wie in allen Heimstudios die tiefen Frequenzen sein. Aufgrund der Raumgröße kommen logischerweise nur Nahfeldmonitore in Frage. Allerdings gibt es da bezüglich des Frequenzumfangs eher kleine Unterschiede, so dass ich mich "nur" um die tiefen Frequenzen ab ca. 40 Hz kümmern muss. Kleine Räume (so auch mein zukünftiger) neigen zum Dröhnen. Tiefe Frequenzen lassen sich aber auch nur mit Masse bekämpfen, so dass ich hier das größte Integrationsproblem sehe. Dem Aussehen zuliebe möchte ich wenn möglich nur die hinteren Ecken (oben) behandeln. Bisher hatte ich keine bessere Idee, als Bassfallen selber zu basteln, die vom Boden bis zur Decke reichen. Leider bin ich nicht der geborene Handwerker und den Raum macht es auch um Einiges kleiner. Für jeden anderen Vorschlag bin ich sehr dankbar.
Das sind nun meine erste Planungen. Es stehen annähernd alle Möglichkeiten offen. Da die Einrichtung noch nicht ganz fest steht, bin ich auch sehr flexibel. Ich bin für jeden weiteren Vorschlag sehr dankbar. Die Maßangaben stimmen nicht zu 100%, geben aber sicherlich die Proportionen des Raumes richtig wieder.
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Endlich: ich habe einen Nachfolger für mein defektes MIDI-Keyboard Edirol PCR-M80 gefunden
Grund genug, in meinem Blog eine neue Kategorie mit dem passenden Namen Homerecording zu eröffnen. CME UF-50 heißt der Neuzugang in meinem mittlerweile recht überschaubaren Heimstudio-Technikpark. Ich habe mich für die „Lite“-Variante ohne USB-Stick „WIDI-XU“ entschieden. Warum? Strom benötigt das Keyboard ja irgendwie. Das heißt selbst wenn MIDI über Funk übertragen werden würde, benötige ich zumindest das Stromkabel. Und da ich es eh am PC betreibe, habe ich es über ein USB-Kabel angeschlossen, über welches es auch mit Strom versorgt wird. CME-Controllern wird öfters nachgesagt, dass sie mit längeren USB-Kabeln nicht klar kommen. Dies kann ich bis jetzt nicht bestätigen. Ich mich auch für die Variante mit 49 Tasten entschieden (ursprünglich wollte ich ein Keyboard mit 61 Tasten). Grund hierfür war einfach der unschlagbare Preis von 160 € für ein Neugerät. Bisher kann ich aber feststellen, dass mir dies vollauf reicht.
Nach dem Auspacken bin ich erstmal erschrocken. Im Gegensatz zu meinem alten Edirol PCR-M80 (bei dem von heute auf morgen einige Tasten der Klaviatur nicht mehr funktionierten) ist es ein wuchtiges, schweres und absolut bühnentaugliches (worauf ich es wohl nie testen werde) Gerät. Leider so wuchtig, dass es auf dem kleinen K&M-Tisch nicht mehr unter meinen Schreibtisch passt. So steht es nun mehr schlecht als recht (es ist eben sehr hoch) auf meinem Schreibtisch. Aufgrund dieser Tatsache war ich dann auch froh, dass ich nicht die 61er bzw. sogar 88er Variante gekauft hatte

Das Gerät ist, wie bereits geschrieben, sehr wertig. Dazu trägt nicht zuletzt das Alu-Gehäuse bei. Alle Schieber und Regler haben nicht mehr Spiel als die von meinem alten Edirol. Da ich selbst kein gelernter Klavierspieler bin, kann ich wenig über die Natürlichkeit des Spielgefühls sagen. Allerdings haben die Tasten für mich eine angenehme Gewichtung. Yamaha-Synthesizer (und ich vermute auch der Yamaha-Controller KX61) sind nach meiner Erfahrung da noch weit hinterher. Die Pitchbend- und Modulationsräder sind sehr griffig. Ein wenig ungewohnt ist für mich, dass das Modulationsrad nicht automatisch in die Ausgangslage zurückfedert, hatte ich mich doch durch die Modulations/Pitchbend-Kombi beim Edirol daran gewöhnt. Was ich sicherlich wieder ausgiebig nutzen werde, sind die Transporttaster, um Cubase zu steuern. Da am PC mein Workflow eher nach dem Schritt-für-Schritt-Prinzip abläuft, nutze ich Funktionen wie Klavitatur-Split oder Regler-Layering nicht. Wichtiger ist mir die Einstellung einer festen Anschlagsdynamik. Neben einigen Velocity-Kurven kann man die festen Werte 64, 100 und 127 einstellen. Diese Auswahl reicht mir vollkommen. Unter XP Pro wurde das Keyboard sofort erkannt – es waren keine Treiber nötig. Latenzen konnte ich auch nicht wirklich feststellen. Ich werde mich die kommenden Tage tiefer mit der Editor-Software beschäftigen. Ich möchte das Gerät so gut es geht in Cubase einbinden. Das CME UF-50 kann sich wie alle Geräte der UF-Reihe mit einem Soundmodul oder einem Firewire-Audiointerface erweitern.
Das war eine Kurzvorstellung. Ich hoffe ich konnte einigen Interessierten einen kleinen Überblick verschaffen. Ich freue mich auch über Kommentare von Nutzern, die noch mehr Funktionen des Gerätes nutzen (eventuell auch, wie es sich bei der Steuerung eines Hardware-Sounderzeugers verhält).



