Endlich: ich habe einen Nachfolger für mein defektes MIDI-Keyboard Edirol PCR-M80 gefunden
Grund genug, in meinem Blog eine neue Kategorie mit dem passenden Namen Homerecording zu eröffnen. CME UF-50 heißt der Neuzugang in meinem mittlerweile recht überschaubaren Heimstudio-Technikpark. Ich habe mich für die „Lite“-Variante ohne USB-Stick „WIDI-XU“ entschieden. Warum? Strom benötigt das Keyboard ja irgendwie. Das heißt selbst wenn MIDI über Funk übertragen werden würde, benötige ich zumindest das Stromkabel. Und da ich es eh am PC betreibe, habe ich es über ein USB-Kabel angeschlossen, über welches es auch mit Strom versorgt wird. CME-Controllern wird öfters nachgesagt, dass sie mit längeren USB-Kabeln nicht klar kommen. Dies kann ich bis jetzt nicht bestätigen. Ich mich auch für die Variante mit 49 Tasten entschieden (ursprünglich wollte ich ein Keyboard mit 61 Tasten). Grund hierfür war einfach der unschlagbare Preis von 160 € für ein Neugerät. Bisher kann ich aber feststellen, dass mir dies vollauf reicht.
Nach dem Auspacken bin ich erstmal erschrocken. Im Gegensatz zu meinem alten Edirol PCR-M80 (bei dem von heute auf morgen einige Tasten der Klaviatur nicht mehr funktionierten) ist es ein wuchtiges, schweres und absolut bühnentaugliches (worauf ich es wohl nie testen werde) Gerät. Leider so wuchtig, dass es auf dem kleinen K&M-Tisch nicht mehr unter meinen Schreibtisch passt. So steht es nun mehr schlecht als recht (es ist eben sehr hoch) auf meinem Schreibtisch. Aufgrund dieser Tatsache war ich dann auch froh, dass ich nicht die 61er bzw. sogar 88er Variante gekauft hatte

Das Gerät ist, wie bereits geschrieben, sehr wertig. Dazu trägt nicht zuletzt das Alu-Gehäuse bei. Alle Schieber und Regler haben nicht mehr Spiel als die von meinem alten Edirol. Da ich selbst kein gelernter Klavierspieler bin, kann ich wenig über die Natürlichkeit des Spielgefühls sagen. Allerdings haben die Tasten für mich eine angenehme Gewichtung. Yamaha-Synthesizer (und ich vermute auch der Yamaha-Controller KX61) sind nach meiner Erfahrung da noch weit hinterher. Die Pitchbend- und Modulationsräder sind sehr griffig. Ein wenig ungewohnt ist für mich, dass das Modulationsrad nicht automatisch in die Ausgangslage zurückfedert, hatte ich mich doch durch die Modulations/Pitchbend-Kombi beim Edirol daran gewöhnt. Was ich sicherlich wieder ausgiebig nutzen werde, sind die Transporttaster, um Cubase zu steuern. Da am PC mein Workflow eher nach dem Schritt-für-Schritt-Prinzip abläuft, nutze ich Funktionen wie Klavitatur-Split oder Regler-Layering nicht. Wichtiger ist mir die Einstellung einer festen Anschlagsdynamik. Neben einigen Velocity-Kurven kann man die festen Werte 64, 100 und 127 einstellen. Diese Auswahl reicht mir vollkommen. Unter XP Pro wurde das Keyboard sofort erkannt – es waren keine Treiber nötig. Latenzen konnte ich auch nicht wirklich feststellen. Ich werde mich die kommenden Tage tiefer mit der Editor-Software beschäftigen. Ich möchte das Gerät so gut es geht in Cubase einbinden. Das CME UF-50 kann sich wie alle Geräte der UF-Reihe mit einem Soundmodul oder einem Firewire-Audiointerface erweitern.
Das war eine Kurzvorstellung. Ich hoffe ich konnte einigen Interessierten einen kleinen Überblick verschaffen. Ich freue mich auch über Kommentare von Nutzern, die noch mehr Funktionen des Gerätes nutzen (eventuell auch, wie es sich bei der Steuerung eines Hardware-Sounderzeugers verhält).
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3 Kommentare zu „MIDI-Controller CME UF-50“
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Interessantes Teil, viel Spass damit. Ich bin auf die neuesten Kreationen gespannt.
Gruss Günter
Welche Version der Editor-Software wird denn mit dem UF50 geliefert?
Auf der Website von CME finde ich nur eine 1.0beta. Leider ist das CME-Forum down.
Zur Erklärung: ich bekomme diese Tage einen UF5 ohne CD und denke der Editor funktioniert für beide.
Gruß, Harald
Hallo Harald, ich hatte ihn nicht von CD installiert. Aber laut CME-Seite gibt es auch keine neuere Version als den UF editor 1.0 beta, daher denke ich das dieser für alle UF-Versionen Standard ist.