Artikel-Schlagworte: „Web 2.0“

So kennt man es: Der eine Fernsehsender bringt eine neue Art von Kochsendung, wollen die anderen ihm in nichts nach stehen. Eine neue Gerichtshow und die anderen ziehen nach. So scheint es auch bei meme. Noch nie gehört? Ich bis heute auch nicht. Das von Yahoo! ins Rennen geschickte meme soll wohl der Twitter-Killer werden. Ich bin skeptisch. Aber da ich für alles offen bin, habe ich mich gleich angemeldet.

Um bei meme starten zu können, benötigt man einen Yahoo!-Acount, den man mit meme verknüpft. Aktuell benötigt man noch eine Einladung eines meme-Mitgliedes (vielen Dank an dieser Stelle an Christoph Z.). Nach der ersten Anmeldung merkt man schnell, dass meme an Twitter angelehnt ist (um nicht zu sagen "abgekupfert").

So ist das Aussehen von meme genauso spartanisch wie bei Twitter. Es steht aber eine Menüleiste zur Verfügung, anhand deren man verschiedensten Content (Text, Bilder, Video & Audio) ohne Drittanbieter-Tools veröffentlichen kann. Die Textnachrichten sind auf 2000 Zeichen begrenzt. Das Aussehen von meme lässt sich anhand von vier verschiedenen Themes ändern. Eine Möglichkeit eigene Hintergründe hochzuladen gibt es aktuell nicht. Für die Account-Darstellung selbst hat man ein Profil-Bild sowie eine 100-Zeichen-Beschreibung zur Verfügung. Die Profildarstellung erscheint im ersten Moment sehr mager. Klickt der Profil-Besucher allerdings auf das Profilbild hat er die Möglichkeit, in das ausführliche Yahoo!-Profil zu verzweigen wo im alle vom Benutzer freigegebenen Informationen zur Verfügung stehen. Die Möglichkeit im meme-Kurzprofil zumindest eine URL zu hinterlegen, vermisse ich allerdings schon. Aktuell gibt es meines Wissens auch noch keine Schnittstelle, um z.B. einen WordPress-Blog „memen“ zu lassen.

Tja, was ich mein Fazit? Microblogging ist modern. Meme ist nett. Was meme interessanter als Twitter macht weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Wäre meme vorher da gewesen, hätte Twitter sicher keine Chance. Tatsache ist, dass Twitter „kult“ ist und wegen der begrenzten Anzahl an Zeichen auch einen gewissen Charme hat. Wer mehr will, kann ja bloggen… Interessant wird sein, wie die Suchmaschinen die meme-Profile bewerten werden. Die Twitter-Profilseiten liegen bei Google ja sehr weit vorne. Ich denke, dass Microsoft die Yahoo-Seiten in der Suchmaschine Bing schon puschen wird. Wenn auch noch FacebookI seinen Microblogging-Sprössling ins Rennen schicken wird, gibt es sicher ein spannendes Rennen. Ich werde die Sache jedenfalls beobachten und meme parallel (sicher nicht so intensiv) nutzen. Von Twitter hätte anfangs sicher auch kaum jemand gedacht (fragt man die Leute jetzt ist dem natürlich nicht so), dass es sich durchsetzen würde.

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Ja, nicht ganz frisch, aber besser spät als nie: Durch Zufall bin ich die letzten Tage auf den Webdienst MyON-ID gestoßen.

Auf den ersten Blick scheint MyON-ID ein kleines weiteres Sternchen am Social-Network-Firmament (oder Gemüsescheibe im Web-2.0-Eintopf?) zu sein. Beim genaueren Hinsehen merkt man schnell, dass diese Bezeichnung dem Projekt nicht gerecht werden würde.

Das Präsentieren von Inhalten mit Hilfe von Baukastensystemen ist schon lange nicht mehr nur Weblogs vorbehalten. MyON-ID scheint für diese beliebte Form der Datenveröffentlichung der vorläufige Höhepunkt zu sein: Man hat die Möglichkeit alle seine Netzaktivitäten wie beispielsweise Blog, Twitter oder Last.fm zu einem neuen Webauftritt zu bündeln. Grandios diese Idee, finden Sie nicht? Möchte man doch so viele Menschen wie möglich erreichen, aber dafür nicht den Interessenten eine Hand voll URL´s mitteilen müssen. Hier lässt sich Alles aus einer Hand anbieten. Der Pflegebedarf hält sich dabei sehr in Grenzen, da die Inhalte eben von anderen Quellen herangezogen werden. Zudem hat man aber auch die Möglichkeit, innerhalb von MyON-ID eine Art Mini-Blog (um den Begriff Microblogging in dem Zusammenhang zu vermeiden) zu schreiben.

Über MyON-ID kann man nicht nur Informationen veröffentlichen sondern auch schauen, welche Infos das Netz über einen bereit hält. Ähnlich der Personen-Suchmaschine Yasni sucht MyON-ID alle fünf Tage nach neuen Informationen. Das Monitoring findet anhand des Namens statt.

Natürlich leben auch die Betreiber von MyON-ID nicht nur von Luft und Pixel. Daher gibt es für 5,99 Euro im Monat die Möglichkeit, seinen Basis- in einen Premium-Account umzuwandeln. Zu den Vorteilen gehört unter Anderem die Möglichkeit, Google-Anzeigen im Profil zu schalten, eine eigene Domain sowie ein erweitertes Monitoring.

MyON-ID geht im Social-Networking neue Wege. Ich denke das sich der Dienst langfristig etablieren wird. Aufgrund des nidrigen zusätzlichen Aufwands werde ich MyON-ID auf jeden Fall nutzen.

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Last.fm

Wer kennt das nicht: Man hört im Radio ein Lied das einem besonders gut gefällt (und man verpasst ausnahmsweise auch nicht die Ansage des Künstlernamens) oder bei den gefährtlichen CD-Blindkäufen (weil das Cover hübsch ist oder die Titel vielversprechend klingen) war mal wieder ein Volltreffer dabei…. Und schon hat sich ein ganz neues musikalisches Spektrum erschlossen. Nur wie kommt man an mehr "Stoff" dieser Art?

Kein Problem. Hier hilf die Seite Last.fm weiter.

Aber was ist Last.fm?

Ich als absoluter Musik-Freak nutze Last.fm auf zwei Arten:

  1. Man kann auf der Seite von Last.fm anhand von Künstler-, Alben- und Titelnamen ähnliche Künstler finden.
  2. Für die gängigsten Audioplayer gibt es jeweils ein Plugin welches die am PC gehörten Titel an die Last.fm sendet und dadurch für jeden User ein eigenes musikalisches Profil erstellt.

Durch die unterschiedlichen musikalischen Profile entstehen "soziale Netzwerke" – man lernt Leute mit dem gleichen Musikgeschmack kennen. Dazu kann man noch Gruppen gründen, es gibt Charts anhand der bei Last.fm gehörten Titel (allgemein und für jeden Benutzer), man kann den gehörten Titel mit dem passenden Genre "taggen" und noch Vieles mehr.

Im Zusammenhang mit diesem Artikel habe ich rechts ein Widget eingebaut, dass eine "lebendige" Collage mit Bildern der Interpreten meines Musik-Profils zeigt. Das Ganze kann man auch mit den zuletzt gehörten Liedern, den persönlichen Charts und noch Vielem mehr machen.

Ich finde jeder der Web 2.0 nicht abgeneigt ist und viel Musik am PC hört sollte mal bei Last.fm vorbei schauen. Ich glaube es gibt keine bessere Art, Musik in den digitalen Alltag zu integrieren. Natürlich sind die Macher von Last.fm auch bei Twitter vertreten.

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